Eine ressourcenorientierte Perspektive auf die Persönlichkeit
Neben anderen diagnostischen Methoden nimmt die TOP/EOS-Diagnostik 360° eine besondere Stellung ein, da sie einen funktionsanalytischen Ansatz verfolgt. Damit wird Persönlichkeit weniger als starre Struktur von Fähigkeiten, Stilen und Kompetenzen inhaltlich erfasst, sondern vielmehr die komplexe Dynamik der inneren Prozesse sichtbar gemacht, die die steuernden psychischen Systeme wechselseitig beeinflussen.
In der TOP/EOS 360°-Diagnostik geht es also vielmehr darum, „wie“ wir funktionieren und was wir daraus als Orientierung für unsere Entwicklung ableiten können. Darüber hinaus unterscheidet sie als einzige Diagnoseform in Erst- und Zweitreaktionen. D.h. welche Reaktionen in die Wiege gelegt und im Rahmen unserer menschlichen Entwicklung gefestigt wurden und welche Bewältigungsstrategien wir uns im Laufe der Zeit dafür angeeignet haben.
Informationen zur wissenschaftlichen Basis
Die TOP/EOS-Diagnostik 360° basiert auf der Persönlichkeits-System-Interaktionen-Theorie (PSI) von Julius Kuhl. In dieser Meta-Theorie sind zahlreiche klassische und moderne Persönlichkeits- mit prozessorientierten Motivationstheorien (Freud, Jung, Rogers, Skinner, Lewin, Heckhausen u.v.m.) zusammengefasst.
Durch diese einzigartige Verbindung unterschiedlicher Messungen entsteht eine enorm hohe Komplexität in der Gesamtdarstellung von Persönlichkeit.
Im Rahmen der TOP/EOS Diagnostik werden folgende Dynamiken abgebildet:
– Wechselseitige Beeinflussung der vier bewussten und unbewussten Handlungssteuerungssysteme
– Aussagen zu den sieben Ebenen der Persönlichkeit:
1. Automatische Steuerungsmechanismen (Reiz-Reaktions-Muster)
2. Temperament
3. Affekte und Anreizmotivation
4. Bewältigungsmuster
5. Motive und Bedürfnismotivation (Beziehung, Leistung, Macht und Freiheit)
6. Kognition
7. Selbststeuerung
– Damit einhergehende Persönlichkeitsstile (Affekt- und Temperamentstile: selbstbestimmt, eigenwillig, zurückhaltend, sorgfältig, ahnungsvoll, ehrgeizig, kritisch, loyal, spontan, liebenswürdig)
– Aktivierungsschema der vier Systeme in der spontanen, affektiven Erstreaktion und veränderte Bewältigungsstrategie in der Zweitreaktion
– Ausprägungen im entspannten Zustand sowie unter Stress oder Belastung
Verwendete Skalen
SEKS (Skalen zu emotionalen und kognitiven Stilen unter Stress)
PSSI (Persönlichkeits-Stil und Störungsinventar)
BEF (Befindlichkeits-Skalen, explizite und implizite Affekte in der Erstreaktion)
HAKEMP (Handlungs- und Lageorientierung)
SSI (Selbststeuerungsinventar)
MUT (Motiv-Umsetzungstest; bewusste Motive)
OMT (Operanter Motiv Test; unbewusste Motive)
Ihr Vorteil: Eine wissenschaftlich, psychologisch-fundierte Diagnostik beschleunigt den Entwicklungsprozess enorm…
Auf dieser gesamten Basis kann der Analyse-Prozess im Coaching soweit verkürzt werden, dass sich unmittelbar nach der Diagnose konkrete nächste Schritte für gewünschte Ziele und Veränderungen ableiten lassen, Lernfelder zu sondieren oder schlichtweg ein besseres Verständnis über das Selbst zu erhalten.
Ihr Interesse ist geweckt? Ablauf und Vorgehensweise
Der Ablauf der Persönlichkeits-Diagnostik erfolgt im Wesentlichen in drei Schritten:

1. Eröffnungsgespräch
Wir klären Ihr Anliegen und Sie erhalten einen Überblick über das Diagnostikverfahren.
2. Zugangscode und Testphase
Sie erhalten Ihren persönlichen Zugangscode und können selbstbestimmt mit dem Test loslegen. Dafür sollten Sie ca. 3 Stunden einplanen.
3. Auswertungsgespräch
Nach spätestens 4 Tagen erhalten Sie per E-Mail Ihre Auswertung und wir vereinbaren einen Termin für das zweistündige Auswertungsgespräch. Hier gehen wir alle Ergebnisse Schritt für Schritt durch und besprechen mögliche Entwicklungsfelder.

